Bezahlbarer, bedarfsgerechter und barrierefreier Wohnraum ist eine der zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen. Beim Termin „Fraktion vor Ort“ im Flachsmuseum in Wegberg-Beeck diskutierten die Landtagsabgeordneten Andrea Reh und Sebastian Watermeier, Sprecher für Bauen und Wohnen der SPD-Landtagsfraktion, gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Region über die aktuelle Situation auf dem Wohnungsmarkt und darüber, welche Rahmenbedingungen Land und Kommunen schaffen müssen. Bürgermeister Christian Pape brachte sich als kommunaler Vertreter mit in die Diskussion ein.

„Wohnen betrifft alle Menschen und ist zugleich eine hochpersönliche Frage“, machte Sebastian Watermeier deutlich. Die Anforderungen an Wohnraum seien sehr unterschiedlich. Gleichzeitig müsse Wohnraum bezahlbar, barrierefrei, energieeffizient und gut erreichbar sein. Gerade in den Kommunen könnten diese individuellen Bedarfe häufig nicht ausreichend abgedeckt werden.

Auch die regionale Verteilung des preisgebundenen Wohnungsbestandes und des tatsächlichen Bedarfs müsse stärker in den Blick genommen werden. „Wir müssen genauer hinschauen, wo welcher Wohnraum gebraucht wird und wo entsprechende Angebote fehlen“, so Reh. Dabei spiele die Wohnraumförderung eine zentrale Rolle. Sebastian Watermeier betonte, dass beim Thema Wohnen unterschiedliche Herausforderungen zusammengedacht werden müssten. „Wir brauchen mehr Neubau, müssen aber gleichzeitig den vorhandenen Bestand besser nutzen und weiterentwickeln.“ Dazu gehörten unter anderem Aufstockungen, Nachverdichtung und die Sanierung bestehender Gebäude. Auch sogenannte Schrottimmobilien müssten stärker in den Fokus genommen werden, wenn sie Wohnraum blockieren oder ganze Quartiere beeinträchtigen. Diskutiert wurde auch der sogenannte „Bau-Turbo“ und die Frage, wie Kommunen neue Möglichkeiten der Wohnraumschaffung nutzen können.

Ein weiterer Schwerpunkt des Austauschs war die Stadtplanung. Dabei ging es auch um die Frage, wie sich gestalterische und städtebauliche Ansprüche mit dem dringend benötigten Wohnraum verbinden lassen. „Ästhetik und guter Städtebau sind wichtig. Gleichzeitig müssen wir uns aber fragen, wie wir ausreichend Wohnraum schaffen können“, so Watermeier.

Ein weiterer Aspekt der Diskussion war die Verbindung von Wohnraum und Mobilität. Wo neuer Wohnraum entsteht, müsse auch die Frage der Erreichbarkeit und Mobilität gestellt und mitgedacht werden. Gerade im ländlicheren Raum könne ein ausreichendes Wohnungsangebot nicht losgelöst vom öffentlichen Personennahverkehr betrachtet werden.

Zum Abschluss des Termins bestand Einigkeit darüber, dass die Herausforderungen auf dem Wohnungsmarkt nur gemeinsam bewältigt werden können. Land, Kommunen, Wohnungswirtschaft und weitere Akteure müssten ihre Handlungsmöglichkeiten fundiert und zielgerichtet nutzen. Ziel müsse es sein, mehr bezahlbaren, bedarfsgerechten, barrierefreien und energieeffizienten Wohnraum zu schaffen und gleichzeitig bestehende Wohnungen weiterzuentwickeln und Wohnraum umzudenken.  „Wir müssen Wohnen und Bauen neu denken und bezahlbar machen“, so Reh.

Impressum: Andrea Reh MdL, Platz des Landtags 1, 40221 Düsseldorf, Tel.: 0211-884-2670, andrea.reh@landtag.nrw.de, Wahlkreisbüro: Martin-Luther-Str. 1b, 41836 Hückelhoven, Ansprechpartnerin Simone Tydecks: 01578-55 77 531

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Anja Schmitz, www.deasfotos.de

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